E-Thrombose durch lange Computerarbeit [Gesundheit]
Meldungen vom 03.02.2003 (WSA)
> Wellington (Neuseeland) - Das Computerzeitalter hat eine neue Krankheit erschaffen: die "E-Thrombose". Denn wie das "European Respiratory Journal" berichtet, kann nicht nur das lange, unbewegte Sitzen im Flugzeug lebensgefährliche
Venenverstopfungen hervorrufen - auch ein ausgedehnter Aufenthalt vor dem Bildschirm kann tödlich enden. Die
Zeitschrift berichtet von einem jungen Neuseeländer, der beinah an einer Venenthrombose starb, nachdem er lange Stunden nahezu unbeweglich vor seinem Rechner verbracht hatte. Er ist damit das erste bekannte Opfer der "E-Thrombose" 
> "Es ist vermutlich ähnlich wie beim Risiko von Blutgerinnseln durch Langstreckenflüge - die wirklichen Ausmaße des
Problems wurden nicht bekannt, bevor einzelne Fälle öffentliche Aufmerksamkeit erregten", so der Forscher Richard
Beasley vom privaten Medical Research Institute of New Zealand gegenüber der BBC. Der junge Mann hatte bis zu 18
Stunden am Tag vor seinem Computer verbracht. Durch die fehlende Bewegung entstand in seinen Beinvenen ein
Blutgerinnsel, das sich löste und im Blutstrom wanderte, bis es in der Lunge zu einer Embolie führte.
> Beasley und Kollegen raten bei ausgedehnten Bildschirmaufenthalten zu ähnlichen Maßnahmen wie auf
Langstreckenflügen: Die Computernutzer sollten regelmäßig Bein- und Fußgymnastik üben und aktive Pausen vom
Rechner einlegen. (wsa030129ds2)

Erläuterungen:
> Venenpumpe - in den Venen wird das Blut gefördert indem das umliegende Muskelgewebe, bei Anspannung die Venen zusammenpresst und bei Entspannung die Öffnung der Venen ermöglicht.
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(c) Hermann A. Wiese / Bochum / Arbeitssystemgestaltung.de