>>> Stress am Arbeitsplatz: Erhöhtes Unfallrisiko nach Feierabend <<<

Körperliche Überanstrengung und Überbeanspruchung führen bei Erwerbstätigen häufiger zu Unfällen in Heim und Freizeit als beim Rest der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Heim- und Freizeitunfällen im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA).

Insgesamt wurden durch repräsentative Haushaltsbefragungen Daten zu über 3.500 Heim- und Freizeitunfällen erhoben. Die Hochrechnung der Ergebnisse führt zu einer Zahl von mehr als 5,3 Millionen Unfallverletzungen in Heim und Freizeit im Jahr 2000 in Deutschland. Bagatellverletzungen ließ die Studie dabei unberücksichtigt. Im Vergleich zur Vorgängerstudie von 1996 blieb damit die Zahl der Unfälle konstant.

Bei Unfällen von Erwerbstätigen in Heim und Freizeit zeigt die Statistik jedoch eine steigende Tendenz. Lag die Zahl dieser Unfälle 1996 noch bei rund 2,3 Millionen stieg sie in 2000 um zehn Prozent auf rund 2,5 Millionen an. Von 1.000 Erwerbstätigen erlitten 66 eine Unfallverletzung in Heim und Freizeit. Diese Quote war bei der nicht erwerbstätigen Bevölkerung mit 64 von 1.000 etwas niedriger. Setzt man diese Quoten in ein Verhältnis zur arbeitsfreien Zeit, wird das höhere Unfallrisiko von Erwerbstätigen noch deutlicher. Darüber hinaus lag die Quote bei Arbeitsunfällen im Jahr 2000 bei 48 von 1.000 Vollarbeitern. Damit ist  das Unfallrisiko zuhause erheblich größer als am Arbeitsplatz. Während Männer sich häufiger beim Sport und Heimwerken verletzen, spielt bei den erwerbstätigen Frauen die Hausarbeit eine größere Rolle. 

Neben Stürzen und Zusammenstößen mit Personen oder Gegenständen verletzen sich Erwerbstätige häufiger als andere durch körperliche Überanstrengung oder Überbeanspruchung. Im Mittel sind die Erwerbstätigen aufgrund ihres Unfalls dreizehn Tage arbeitsunfähig. Quelle: http://www.baua.de/news/pm07_03.htm